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1201

Graf Adolf III. von Schauenburg unterstützte im Jahre 1200 Otto von Brandenburg bei einem Einfall in dänisch besetzte Slawengebiete aus Dank für dessen Unterstützung Hamburg und Holstein in den Jahren zuvor von Heinrich dem Löwen zurückzugewinnen. Als die Dänen nun, wie zu erwarten war, im September 1201 in Holstein einfielen, verliert Graf Adolf durch eine Niederlage bei Stellau die Herrschaft über Holstein, Wagrien und Stormarn. Unter der Führung von Herzog Waldemar von Schleswig (Bruder von König Knut VI.) dringen die Dänen immer weiter nach Süden vor und erobern zunächst Itzehoe, Plön und Ratzeburg. Im Oktober fällt auch Hamburg unter dänische Herrschaft.
Zwar gelingt es Graf Adolf im November 1201 Hamburg kurzzeitig zurückzuerobern und den von den Dänen eingesetzten Vogt Radulf aus der Stadt zu vertreiben, aber bereits am 26.12.1201 fällt Herzog Waldemar von Schleswig erneut in Hamburg ein. Jetzt wird Graf Adolf gefangengenommen und Hamburg fällt nun für fast 26 Jahre unter dänische Herrschaft. Graf Adolf wird in Ketten gelegt und nach Dänemark verschleppt. Um der Gefangenschaft zu entkommen, verzichtet er 1203 auf alle Ansprüche an Holstein. Außerdem muß er zwei seiner Söhne und weitere zehn Verwandte für zehn Jahre dem dänischen König ausliefern. Graf Adolf zieht sich nach seiner Freilassung auf seine Stammgrafschaft an der Weser zurück und stirbt dort 1225.

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Diese Seite wurde zuletzt am 24.01.2006 aktualisiert

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