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1216

Die bischöfliche Altstadt und die gräfliche Neustadt schließen sich vermutlich während der welfischen Besetzungszeit im Jahre 1216 zusammen. Zwei Jahre zuvor hat der deutsche König Friedrich II. das Gebiet nördlich der Elbe, einschließlich Hamburg, an Dänemark abgetreten. Damit gehört Hamburg nun auch juristisch zum Großreich des Dänenkönigs Waldemar II. Friedrich wurde 1215 durch die kirchlichen Würdenträger förmlich zum König ernannt und sein Vorgänger König Otto IV. abgesetzt. Ende 1215 erobert der Welfenherrscher Otto IV. Hamburg und läßt dort eine Besatzung zurück. Im Winter 1215/16 wird Hamburg von einem dänischen Belagerungsheer vollständig eingeschlossen. Waldemar II. läßt nördlich und südlich der Stadt je eine Befestigung errichten und die Elbe durch Pfähle und Ketten unschiffbar machen. Nach sechs Monaten gibt die hungernde Bevölkerung ihren Wiederstand auf und wird unter den Stadtherren Albrecht von Orlamünde erneut unter dänische Herrschaft gestellt. Albrecht verleiht Hamburg noch im Jahre 1216 die Privilegien, die ihr schon Herzog Heinrich der Löwe im Jahre 1189 verliehen hatte. Zudem schafft er einige Verbrauchssteuern ab und erläßt den Hamburgern Zollabgaben an mehreren Stellen der Elbe um die Hamburger Wirtschaft wieder anzukurbeln. Vermutlich schließen sich jetzt auch die Altstadt und die Neustadt zusammen und vereinbaren die Gründung eines gemeinsamen Rathauses an der heutigen Ecke Kleine Johannisstraße/Dornbusch.

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Diese Seite wurde zuletzt am 25.04.2006 aktualisiert

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