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Hammaburg

Die Festungsanlage “Hammaburg” so wie sie in vielen Chroniken von Hamburg dargestellt wird, ist nicht die erste Hammaburg an dieser Stelle. Bereits Ende des achten und Anfang des neunten Jahrhunderts hat es an dieser Stelle kleinere Festungen aus Holz gegeben.
Die erste “Hammaburg” wurde von den Franken an der Südwestseite der bis zu 15 m hohen Geestzunge errichtet. Hier befand sich ein kleines Dorf, dass um 700 von Siedlern errichtet worden war. Diese Siedler gehörten zu einem Teilstamm der Nordalbinger und lebten in dem Gebiet eines sächsischen Großstammes. In der Zeit um 772 bis 804 kam es zwischen diesen Gruppen immer wieder zu Aufständen. Zu diesem Zweck wurde die Festung möglicherweise zu Verteidigungszwecken von den Franken gebaut. Bei Ausgrabungen wurden 1980 bis 1987 Überreste zweier kreisförmig verlaufender Spitzgräben mit einem Durchmesser von bis zu 55 m gefunden.

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Karl der Große trat um 804 das Gebiet der Aufständischen Nordalbinger an die slawischen Abotriten ab. Diese planierten offensichtlich die kleine Festungsanlage und errichteten an dieser Stelle eine größere Festungsanlage mit Holz-Erde-Wall. Die Abotriten blieben aber nicht lange - bereits 810 besetzte Karl der Große Nordalbingen und gliederte es in sein Reich ein.
Möglicherweise ab diesem Zeitpunkt, spätestens aber 817 begannen nun die Franken mit dem Bau einer neuen, großen Festungsanlage. Das Areal der Anlage umfasst ein Viereck von 130 m Seitenlänge. Für die Wallanlage wurden Zehntausend Eichen gefällt und Zwanzigtausend Kubikmeter Erde verwendet. Den Wall umgibt ein Graben und auf der hölzernen Wallkrone befindet sich ein Wehrgang. Es gibt nur einen Zugang zur Burg und das ist ein Tor im Westen. Vom Hafen im Süden steigt das Gelände zur Festung stark an und lässt sich so gut verteidigen. An der Innenseite des Walls befinden sich kleine Hütten für die etwa 50 Bewohner der Festung. Im Zentrum liegt der sogenannt Königshof des Grafens. Dem Burggrafen unterstand die militärische und zivile Verwaltung von Burg und Umland. Die Geistlichen unterstanden ihm aber nicht. Hamburg war von 834 bis 845 Bischofssitz. Im Zentrum der Festungsanlage erhob sich die hölzerne Bischofskirche des Erzbischofs Ansgar.
Zuletzt stand an dieser Stelle der 1804 abgetragene spätgotische Dom, dessen Überreste gerade jetzt durch Ausgrabungsarbeiten wieder ans Tageslicht gebracht wurden.

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Diese Seite wurde zuletzt am 25.04.2006 aktualisiert

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