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Patriotische Gesellschaft

Patriotische GesellschaftPatriotische Gesellschaft

Erbaut 1844 - 1847 von Theodor Bülau als Gesellschaftshaus für die 1765 gegründete “Patriotische Gesellschaft” auf dem Platz des 1842 abgebrannten alten Rathauses. Von 1858 - 1897, dem Jahr der Fertigstellung des neuen Rathauses, tagt hier die Bürgerschaft. 1923 - 1924 für den Überseeclub umgebaut und aufgestockt. Charakteristisches Beispiel des neugotischen Backsteinbaus in Hamburg.

Meilensteine auf dem Weg der Patriotischen Gesellschaft:
(Textübernahme mit freundlicher Genehmigung der Patriotischen Gesellschaft von 1765)
Patriotische Gesellschaft02
1767 Einrichtung einer Klasse für Bauzeichnen durch Ernst Georg Sonnin – Ursprung des heutigen staatlichen berufsbildenden Schulwesens.
1778 Gründung der Allgemeinen Versorgungsanstalt. In ihrem Rahmen entstanden die erste wissenschaftlich fundierte Lebensversicherung sowie die erste Sparkasse(Vorgängerin der Hamburger Sparcasse von 1827) in Deutschland.
1838 Bekanntgabe von Grundsätzen einer einheitlichen Patentgesetzgebung für ganz Deutschland.
1842 Das Haus der Patriotischen Gesellschaft in der Großen Johannisstraße fällt dem Großen Brand zum Opfer. Die mit ca.30.000 Bänden ausgestattete Bibliothek wird vernichtet.
1847 Einweihung des an der Stelle des alten Rathauses von Theodor Blau erbauten neuen Hauses der Patriotischen Gesellschaft.
1857 Gründung der ersten Genossenschaft für sozialen Wohnungsbau: Die Gemeinnützige Baugesellschaft für Hamburg (1866 Errichtung der Jägerpassage an der Wohlwillstraße).
1876 Die Gesellschaft übergibt dem Staat ihre umfangreiche Sammlung gewerblicher Objekte als Grundstock für das 1877 eröffnete Museum für Kunst und Gewerbe am Steintorplatz mit Justus Brinckmann als Leiter.
1895 Die Gesellschaft setzt eine Kommission zur Gründung des Arbeitsnachweises (späteres Arbeitsamt) in Hamburg ein.
1898 Gründung der Hamburger öffentlichen Bücherhallen; 1919 wird das System auf den Staat übertragen.
1909 Die Gesellschaft betreibt im Rahmen der von ihr aufgrund der Tuberkulose-Gefahr initiierten Suglingsmilchkchen 19 Beratungsstellen für Mütter mit Kleinkindern.
1923 Aufstockung des Hauses für den “Überseeclub”.
1938 Die Gesellschaft lehnt es trotz der von den Nationalsozialisten betriebenen Gleichschaltungspolitik, die auch die Gesellschaft nicht verschont, ab, die jüdische Firma Otto Rosenstiel “auszumieten”.
1943 Das Haus der Patriotischen Gesellschaft wird durch Bombenangriffe bis auf die Außenmauern zerstört.
1946 Der Wiederaufbau beginnt. Er dauert bis 1957.
1978 Die Gesellschaft beteiligt sich an der Finanzierung der Gedenkstätte “Heine-Haus”.
1981 Die Gesellschaft stiftet den “Johann Georg Büsch Preis”, der richtungsweisende Ideen, Konzepte und Initiativen im Felde der Sozialen Arbeit auszeichnet.
1983 Die Gesellschaft veranstaltet einen Architektur-Wettbewerb zur Neugestaltung des Domplatzes. Die Gesellschaft beauftragt den Schriftsteller Eckart Klemann und den Komponisten Dieter Einfeldt mit der Schaffung eines Oratoriums: “Gomorrha” 1943, eine literarische und musikalische Auseinandersetzung mit der Katastrophe.
1984 Mit der Stiftung “Freiraum” fördert die Gesellschaft das erste selbstverwaltete Wohnprojekt für Künstler in Hamburg.
1987 Das Eingreifen von Mitgliedern der Gesellschaft zu Gunsten einer friedlichen Beilegung des Konfliktes um die besetzten Häuser in der “Hafenstraße” führt zu einer Verhandlungslösung.
1988 Symposium “200 Jahre Hamburger Armenanstalt” mit einer Grundsatzrede von Dr. Klaus v. Dohnanyi.
1994 Die architektonische Neugestaltung des Jungfernstiegs ist Thema des von der Gesellschaft zum zweiten Male ausgelobten Bülau-Wettbewerbes.
1996 Die Gesellschaft beteiligt sich an der gemeinnützigen “Hinz und Kunzt” Vertriebsgesellschaft mbH. Sie produziert ein erfolgreiches Straßenmagazin, das Obdachlosen durch Verkaufsaktivitäten Perspektiven bietet. Der Arbeitskreis Kultur erffnet eine erfolgreiche Reihe von Colloquien zum Thema “Kunst und Therapie”.
1998 Die Gesellschaft initiiert das “Hamburger Freiwilligenbuch”, eine individuelle Nachweismöglichkeit für ehrenamtliche Tätigkeit, und befördert so die Debatte über Zivilgesellschaft und bürgerschaftliches Engagement.
1999 Aus einer Fachreihe zum Thema “Social banking” entsteht die Initiative für die Insolvenzprävention im Mittelstand bei der Handelskammer.
2000 Der Stintfang an den Landungsbrücken ist Thema des dritten Bülau-Wettbewerbs. Die Patriotische Gesellschaft führt in Deutschland den “Seiten Wechsel” ein. Es handelt sich um ein Weiterbildungsprogramm für Führungskräfte aus Unternehmen, die einwöchige Praktika bei sozialen Einrichtungen ableisten. Die Gesellschaft koordiniert einen Initiativkreis (großer) Hamburger Stiftungen, führt in dessen Auftrag den ersten Hamburger Stiftungstag durch (2000), ediert das Stiftungsbuch “Bürger und Gesellschaft. Stiftungen in Hamburg” (2003) und organisiert eine gemeinsame Veranstaltungsreihe in der Hamburgischen Landesvertretung in Berlin (2003).
2001 Die Gesellschaft entwickelt die “Virtuelle Freiwilligenagentur”. Die Börse wird unter www.aktivoli.de angeboten. “Bürger, kauft Eure Stadt!” ist das Motto der von der Gesellschaft gestützten Initiative “Bürgerstadt AG”. Zweck ist es, urbanes Leben zu stärken und damit Abwanderungstendenzen der Steuerbürger in das Umland zu bremsen.
2002 Die Gesellschaft gründet den Arbeitskreis Wirtschaft und Gesellschaft und wendet sich wieder intensiver wirtschaftsethischen Fragestellungen zu. Die Sachverstndigenkommission zum Thema Bürgernetz legt dem Senat Handlungsempfehlungen bezüglich des Bürgerportales im Hamburger Internet-Auftritt vor.
2003 Mit Kooperationspartnern organisiert der Arbeitskreis Kinder- und Jugendhilfe ein richtungsweisendes Forum zur Zusammenarbeit von Kindergärten und Grundschulen, einer zentralen Frage der Pädagogik im neuen Jahrhundert. Der 4. Bülau Wettbewerb beschäftigt sich mit dem Thema HafenCity, speziell dem Ausbau des Magdeburger Hafens sowie einer zweiten Köhlbrandbrücke.
2004 Eine Vorlesungsreihe zum 200.Todestag Immanuel Kants wird gemeinsam mit der Zeit-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius organisiert und durchgefhrt. Eine neugeschriebene Geschichte der Patriotischen Gesellschaft von 1765 wird an ihrem Gründungstag der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Senat bittet die Gesellschaft, in einem Beirat zur Verwaltungsreform mitzuwirken.
2005 Eine Veranstaltungsreihe in Zusammenarbeit mit der Zeit-Stiftung anlässlich des 200.Todestages von Friedrich Schiller porträtiert Leben und Wirken des großen deutschen Dichters.

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Diese Seite wurde zuletzt am: 18.01.2006 aktualisiert

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