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Winterhude

(Statistikamt Nord)

Stadtteil

Bezirk

Hamburg

Bevölkerung

48.532

276.740

1.715.225

Ausländer in %

13,2

13,0

14,9

Fläche in km²

7,6

57,8

755,2

Einwohner je km²

6386

4791

2271

Arbeitslose in %

5,4

6,5

6,9

Geschichte
Auf eine (bereits um 1700 vor Christi) temporäre Besiedlung von “Winterhude” lassen auf alten Flurkarten aus der Steinzeit verzeichnete Grabhügel vermuten.

Um 700 vor Christi gibt es wissenschaftlich belegte Werkzeug- und Waffenfunde aus der Eisenzeit.

Die erste urkundliche Erwähnung von Winterhude stammt aus dem Jahre 1250. Vermutlich gehen die ersten Ansiedlungen in dem Gebiet des heutigen Winterhude auf eine Zeit der ausgehenden Völkerwanderung zurück. Grundlage für diese Vermutung ist die Ortsnamen-Interpretation oder der siedlungsgenetische Gesamtzusammenhang mit der allgemeinen Besiedelung des Alsterraumes. Winterhude wird demnach den Dörfern zugeordnet, die vermutlich deutlich älter sind, als die bischöfliche Altstadt von Hamburg.
Aus dem Jahre 1251 stammt ein Dokument, in dem die Söhne des Grafen Adolf IV. von Schauenburg und Holstein, Gerhard und Johann von Schauenburg den Priestern des Hamburger St. Georg Hospitals eine jährliche Kornrente von 14 Scheffeln Roggen zusichern.
Das vorindustrielle Winterhude galt bis in das 14. Jahrhundert als ein Vier-Hufen Dorf.
Anfang des 14. Jahrhunderts gehört das Dorf den Rittern Marquard und Johannes Stake. 1323 verpfänden diese das Dorf an den Hamburger Bürger Johann van dem Berge. Da die Ritter Stake selbst innerhalb der nächsten 24 Jahre nicht in der Lage sind den Pfand für das Dorf Winterhude zu leisten und das Dorf 1322 durch die Ritter “Scharpenberg” zerstört wird, verkauft die inzwischen zur Witwe gewordene “van dem Berge” das Dorf 1357 an den Hamburger Bürger “Heino mit dem Bogen”. 1365 wird das Dorf nunmehr von der Witwe des “Heino mit dem Bogen” an das Nonnenkloster “Herwardeshude” verkauft.
Nachdem 1529 in Hamburg die Reformation abgeschlossen war, wurde 1530 das Kloster Herwardeshude abgerissen und dem St. Johannes-Kloster zugesprochen.

Während der Franzosenzeit (1811 - 1814) gehörte Winterhude zu Hamm.
1832 wurde Winterhude gegen Zahlung einer Entschädigung von dem Kloster St. Johannes an Hamburg abgetreten.
1874 wird Winterhude Vorort von Hamburg und 1894 zum Stadtteil.
Im Jahre 1709 lebten in Winterhude etwa 100 Einwohner. Die Hälfte der Bewohner lebte auf den sieben Vollhöfen und bestand aus Familienangehörigen der bäuerlichen Schicht.
1811 lebten in Winterhude bereits 240 Einwohner. Die meisten lebten auf den Höfen der Vollhufner, die anderen arbeiteten bei den Brinksitzern, deren Höfe abseits lagen. Brinkhöfer waren besitzlose Kleinbauern die das bewirtschaftete Land von den Vollhufnern gepachtet hatten.

Einwohnerentwicklung in Winterhude: (Quelle: Neddermeyer 1847, S. 88ff, S. 128) 

Jahr

1709

1810

1811

1834

1838

Einwohner

100

238

242

325

380

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Diese Seite wurde zuletzt am 20.11.2006 aktualisiert

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